Das Projekt Limmattalbahn darf aus wirtschaftlichen, betrieblichen und umweltbelastenden Gründen nicht realisiert werden. Es ist zudem nicht die optimale Lösung für die zukünftigen Verkehrsprobleme im Limmattal, sondern schafft neue Probleme. Der Bedarf der geplanten Limmattalbahn, als Feinverteiler ohnehin nicht geeignet, ist nicht nachgewiesen. Das Projekt berücksichtigt die besonders schwierigen und engen bestehenden Strukturen nicht. Die nachfolgenden nachteiligen Argumente zur Limmattalbahn sollen diese Tatsachen bestätigen. Bei einer seriösen Prüfung aller Kriterien und Auswirkungen, wie dies bei solch grossen Projekten üblich ist, würde dieses durchfallen. Als wirtschaftlich, betrieblich und bezogen auf die bereits stark belastete Umwelt muss daher der Ausbau des im Vergleich zur Limmattalbahn flexibleren Busbetriebes als Feinverteiler ab S-Bahn-Stationen unbedingt in Betracht gezogen werden.
1. Unrealistische Projektgrundlagen
Fragwürdige und teilweise unrealistische Projektgrundlagen -Annahmen Das Projekt basiert allein auf einem Agglomerationsprogramm mit teilweise unrealistischen Annahmen ohne alternative Entwicklungen und Lösungen. Ein sonst üblicher Prozess zur Suche nach einer optimalen Lösung ist daher nicht erkennbar. Die Annahmen basieren auf „unbeschränktem Wachstum“ aufgrund des Agglomerationsprogramms von 2009 bzw. 2010, das heute – nach umfangreicher Bautätigkeit in Schlieren und in Dietikon, nach Annahme der Masseneinwanderungsinitiative und der sich abzeichnenden Abkühlung der Konjunktur – überholt ist. Limmattaler Zeitung vom 25.2.2015: „Sinkender Wohnungsbedarf, Bauinvestor AXA Winterthur zieht sich zurück." „Es dauert immer länger, bis für neue Wohnungen im Limmattal Mieter gefunden werden können“ (AXA Winterthur). „Grundsätzlich suchen institutionelle Anleger aber vielerorts nach attraktiven Immobilienobjekten. Daher müsse es für die AXA Winterthur gute Gründe gegeben haben, ihr Projekt in Schlieren West fallen zu lassen“ (R. Weinert, Wüest & Partner). Die illusorischen Vorstellungen, dass die Limmattalbahn neue Dynamik in die Entwicklung des Limmattals bringen werde, muss bereits heute in Frage gestellt werden. Die Limmattalbahn nützt z.B. den grossen neuen Wohnsiedlungen nördlich der S-Bahn-Linie nichts. Hier also kein Bedarf, obwohl auch diese Siedlungen in die Wachstumsannahmen des Projektes einbezogen wurden. Warnung in einer aktuellen Studie der Credit Suisse vor uneingeschränktem Optimismus bezüglich der Entwicklung auch im Limmattal wegen einigen Unsicherheiten: Bereits heute viele leer stehende Geschäftsräumlichkeiten. Es wird auf einen spekulativen, nicht erhärteten Nutzen der Limmattalbahn für das ganze Limmattal gesetzt; Wachstum allein bringt keine vollen Kassen, denn was an zusätzlichen Steuerfranken eingenommen wird, muss hauptsächlich in die Infrastruktur gesteckt werden (Beispiele: Schlieren, Dietikon, Geroldswil usw.). Es fehlt eine glaubwürdige Bedürfnisabklärung zu optimistische und fragwürdige Annahme, nämlichbis 2030: 60 % des erwarteten zusätzlichen Bedarfs an Personentransport soll mit ÖV abgedeckt werden, dagegen2011 Verhältnis MiV/ÖV im Limmattal 79 % zu 21 % (NZZ 8.3.14),Anteil ÖV am gesamten Wachstum zeigt rückläufige Tendenz, hingegen nimmt der MiV stärker zu (Schweiz am Sonntag 20.4.14). 60 % Anteil ÖV kann daher nur Wunschdenken sein zur Legitimation einer Limmattalbahn, jedoch absolut unrealistisch, auch unter Berücksichtigung des geplanten Strassenausbaus für zusätzlichen MiV. Die mögliche Schaffung von zusätzlicher Transport-Kapazität mit den bestehenden Infrastrukturen und der wissenschaftliche Nachweis des Bedarfs an zusätzlicher Kapazität wurden ausgeblendet, wie z.B. pro Verkehrsträger S-Bahn und Busse: ...